Water supply: Typically 'African Problem'?

Wasserlösung nach 12 Jahren oder Was ich vom Kampf mit der Trockenheit lernen durfte


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Im Februar 2021, gerade rechtzeitig zur Corona-Zeit, konnte die Wasserversorgung im Projekt Kandongu gesichert werden! Fast 400 Kinder, 7 Hektar schuleigene Farm und die Community von ca. 20 Brüdern und Arbeiter*innen vor Ort sind versorgt. Damit ist dieser Ort ein Bespiel für die ganze Umgebung.


12 Jahre Kampf mit der Trockenheit


10 Wassertonnen wurden in 12 Jahren gekauft, hunderte Meter Regenrinnen angebracht und Pumpen am nahegelegenen Wasserloch installiert. Doch Wasser war stets ein knappes Gut. In der Trockenzeit musste Wasser von Flüssen der Umgebung geschöpft werden, Duschen und Wäschewaschen wurde reduziert und die Ernte vertrocknete, sobald erwarteter Regen ausblieb.



Ein Wasserloch sichert Farm, Trinkwasser und Hygiene

Anfang 2021 dann, nach zwei Anläufen, konnte ein Wasserloch in ausreichender Tiefe gegraben werden, das mit einer Pumpe und einem Wasserstand die ganze Schule versorgt. Den Wert dieser Errungenschaft kann man zwar erahnen, doch vielleicht nur wirklich begreifen, wenn man den ganzen Weg mitgegangen, gefühlt, gedacht hat.



Typisch afrikanisches Problem? Was ich vom Kampf ums Wasser lernen durfte


„Ich habe hier gelernt, jeden Tropfen Wasser wertzuschätzen. Hier ist die kompromisslose Abhängigkeit jedes Lebens von diesem flüssigen Gold spürbar, während wir in Deutschland von dieser Tatsache leicht getrennt werden.”

Zum ersten Mal habe ich hier spürbar miterlebt, was uns weltweit betrifft: wir sind abhängig von Wasser, wie von nichts anderem. Dass Wasser Leben ist, scheint uns klar und vielleicht banal. In unserem selbstverständlichen Massenverbrauch von Wasser steckt jedoch auch die Wahrheit, dass wir vergessen haben, dass Wasser ein Element unseres Planeten ist, kein Produkt von Wasserwerken. Wasser ist nur da, solange wir achtsam mit Wasser umgehen, solange wir die Abhängigkeit von der Natur nicht nur anerkennen, sondern wertschätzend aufrecht erhalten und wenn wir aufhören zu glauben, Problematiken wie 'Wasserknappheit' betreffe nur Länder, in denen von Hilfsorganisationen Wasserlöcher gebohrt und Brunnen gebaut werden. Die Abhängigkeit ist dieselbe - hier wie dort, nur haben wir den Bezug und das Maß teilweise vergessen.

Ich bin dankbar für dieses wertvolle Erinnert-Werden, das ich hier im Projekt Kandongu erfahre.






Hallo, ich schreibe für  euch live aus Kenia!

Die Diskrepanz zwischen dem, was wir glauben über weit entfernte Realitäten zu wissen und der tatsächlichen Selbstwahrnehmung von Menschen vor Ort, wird für mich besonders in dieser Zeit der 'globalen Krise' sichtbar. Njoki erschafft Beiträge, die...

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