„FamiliaMoja“

Bildung in Unabhängigkeit, Unabhängigkeit durch Bildung

Die Vision:

„FamiliaMoja“ ist die Initiative zweier Lehrerfamilien in Zentralkenia, die ihrer Vision von einer unabhängigen Bildungsstätte für Kinder aus mittellosen Familien einen Namen gegeben haben – ein Name, der übersetzt aus Kiswahili „eine Familie“ bedeutet. Das Ziel dieser beiden Familien und „njoki“ ist es, eine Schule für Bedürftige zu erbauen, die keine Schulgebühren von ihren SchülerInnen verlangt und die sich dennoch langfristig selbstständig trägt.

Gelingen kann das Vorhaben „FamiliaMoja“ durch den Aufbau einer auf Nachhaltigkeit fokussierten Landwirtschaft, die nicht nur die Schule (SchülerInnen, LehrerInnen, ArbeiterInnen) ernährt, sondern auch Überschüsse zum Verkauf generiert. Ziel ist hierbei die Etablierung eines ökologischen Kreislaufsystem, das den Bildungsort mit Nahrung, Biogas und Wasser versorgt – und somit eine langfristig finanzielle Unabhängigkeit ermöglicht.

„FamiliaMoja“ möchte ein Bildungsort sein, der beispielhaft das Potenzial lokaler Ressourcen nutzt und zugleich innovatives Wissen um umweltschonende Landwirtschaft und Lebensweise teilt – mit seinen SchülerInnen, genauso wie mit allen Interessierten der Umgebung.

Eine ausführliche Beschreibung zur Vision und den Hintergründen dieses Projektes finden Sie hier.

Die Grundlage ist geschafft: nach 8 Anläufen und unzähligen Nachtschichten konnte es unserem kenianischen Team gelingen, das Konzept „FamiliaMoja“ als gemeinnützige Organisation (cbo) eintragen und zertifizieren zu lassen.

Die nächsten Schritte:

Schritt 1: November 2020: Kauf eines Grundstückes (1-2 ha)

Als gemeinnützige Organisation wird ein Stück Land (1-2 ha, erweiterbar) erworben, an dem ganzjährig der Zugang zu Wasser garantiert ist, durch Grundwasser oder einen nahegelegenen Fluss. Hierfür werden ca. 35-45 000 Euro benötigt (Preise variieren stark je nach Lage).

Von November 2020 bis Januar 2021 sind auch die deutschen Teammitglieder vor Ort, dies ist die nächste Möglichkeit einen Kauf durchzuführen.

Schritt 2: ab Januar 2021: Bau von Naturhütten (3-5)

Um eine ertragreiche Farm etablieren zu können, werden kleine Hütten aus Naturmaterialien gebaut, als Lebensgrundlage für die Projektdurchführenden vor Ort und zur Vermietung an Gäste. So können erste Einnahmen generiert werden.

Schritt 3: 2021: Etablierung einer nachhaltigen Ökofarm

Diese Farm ist die Grundlage zum Aufbau einer kostenfreien Schule. Zu ihr gehören Obst- und Gemüseanbau (der Schwerpunkt muss je nach Lage des Grundstückes bestimmt werden), Kühe, Ziegen, Hühner, Wasserversorgung (Bohrloch oder Pumpsystem vom Fluss) und eine Biogasanlage. Hauptziel dieser auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Farm ist es, traditionelles Wissen über lokale Heil- und Nahrungspflanzen zu bewahren und es mit innovativen Methoden ökologischer Landwirtschaft zu verbinden. Hier kann wertvolles Wissen an die Farmer der Region weitergegeben werden.

Schritt 4: 2022: Bau des ersten Klassenzimmers und Beginn des Schulbetriebs

Für eine kenianische Schule braucht es (vorerst) nicht viel. Im besten Fall gibt es ein Klassenzimmer, eine Tafel und ein paar Stühle und Bücher. Wichtig ist: an diesem Punkt sind durch die Farm und Gästehütten die Grundlagen geschaffen, um LehrerInnen bezahlen zu können, die das erste Schuljahr mit der ersten Schulklasse eröffnet.

Eine ausführliche Beschreibung zur Vision und den Hintergründen dieses Projektes finden Sie hier.