Bisherige Erfolge

Übersicht
  • Insgesamt konnten wir bisher 55 Patenschaften vermitteln.
  • 20 Kindern aus mittellosen Familien können derzeit Mahlzeiten an der Schule gestellt werden.
  • die Anzahl der SchülerInnen hat sich seit Sommer 2013 verdreifacht. Fast 300 Kinder können derzeit unterrichtet werden.
  • Im November 2017 konnten wir unseren ersten Absolventen-Jahrgang verabschieden! Die Abschlussklasse erzielte herausragende Ergebnisse in der Region.
  • Erweiterung der Lehrerwohnungen um weitere vier Zimmer (weitere Infos unten)
  • Stromversorgung der Lehrerwohnungen (weitere Infos unten)
  • Bau einer überdachten Außenküche für die Lehrerwohnungen
  • Sicherstellung der eigenen Wasserversorgung durch Wassertanks und Regenrinnen  (weitere Infos unten)
  • Der Bau von vier Lehrerwohnungen, inklusive Latrinen und Waschraum (weitere Infos unten)
  • Der Bau der Klassenzimmer 3-8 inklusive Tafeln, Bänken und Tischen (weitere Infos unten)
  • Bau einer kleinen Verbindungsstraße von der Hauptstraße zur Schule
  • Kauf eines Kühlschranks zur Lagerung von Milch und anderen Lebensmitteln
  • Kauf eines Schoolvans (14 Sitze) für den täglichen Transport der Schüler aus abseits gelegenen Siedlungen zur Schule und zurück nach Hause
  • Etablierung einer kleinen Farm zur Selbstversorgung der Community, bestehend aus drei Kühen, 20 Hühnern, sechs Ziegen und Mais- und Bohnenfeldern

In kurzer Zeit ist viel passiert, doch noch immer gibt es einiges zu tun. Noch anstehende Projekte und zu erreichende Ziele finden Sie unter nächste Ziele.

Oktober 2016 / Erweiterung der Lehrerwohnungen / 4000€

Das erste Projekt von Njoki war im Sommer 2013 der Bau von vier Lehrerwohnungen, um den Lehrern mietfreie Unterkünfte bieten zu können. Seit damals hat die Anzahl der Schüler sich verdoppelt und somit auch die Anzahl der angestellten Lehrer. Die gebauten Wohnungen reichten lange nicht mehr aus, auch weil die Kinder der Lehrer älter wurden und nicht mehr in einem Raum mit den Eltern schlafen konnten. Im Oktober 2016 konnten nun vier neue Zimmer angebaut werden. Familien mit 2-3 Kindern können sich somit auf zwei Räume verteilen und neu angestellte Lehrer das mietfreie Wohnen nutzen.

März 2016 / Stromversorgung für die Lehrerwohnungen / 400 €

Seit im Sommer 2013 die Lehrerwohnungen stehen, lebten die Lehrer mit ihren Familien darin ohne Strom. Sie halfen sich mit kleinen Taschenlampen oder mit dem Schein der glühenden Kohlen, die sie zum Kochen verwenden. Wenn nach Sonnenuntergang (19 Uhr) noch Schularbeit anstand, musste diese in dem Büro auf dem Gelände der Brüder erledigt werden. Seit Februar 2016 haben die Lehrerwohnungen nun ihre langersehnte Stromleitung zu ihren Wohnungen bekommen. Sie können arbeiten, solange sie wollen und die Kinder müssen keine Schulaufgaben bei Kerzenschein erledigen.

März 2015 / Die neuen Klassenzimmer / jeweils 4000 €

Eine „Primary School“ in Kenia ist dann vollständig, wenn sie die Klassen „Baby Class“, „Nursery“, „Pre-Unit“ und „Class 1“ bis „Class 8“ enthält. Bei meiner ersten Ankunft in Kandongu September 2012 standen gerade mal alle Zimmer bis „Class 2“. Dank dem Einsatz weiterer Volontäre, die im selben Jahr die Schule besuchten, standen Anfang des Jahres 2013 die Klassenzimmer „Class 3“ und „Class 4“. Da das Geld meiner ersten Spendenaufrufe in das Lehrerhaus floss, verließ ich nach fünf Monaten Kandongu, ohne ein Klassenzimmer hinzugefügt zu haben. Doch die Zeit drängte, das neue Schuljahr nahte und die Schüler der vierten Klasse bangten um ihre weitere Bildung, die ohne Klassenzimmer natürlich nicht sichergestellt werden konnte. Durch Vorträge in Kirchengemeinden, dem Sponsorenlauf am Otto-Hahn-Gymnasium Tuttlingen, die Unterstützung großzügiger privater Spender und die Mithilfe anderer Deutscher Volontäre, die das „Father Michael Witte Education Center“ kennen und lieben gelernt hatten, entstanden zwischen Februar 2013 und März 2015 die fehlenden Klassenzimmer „Class 5“, „Class 6“, „Class 7“ und „Class 8“. Einmal pro Jahr flog ich nach Kenia, um bei der Segnung der neuen Zimmer dabei zu sein und um ein Auge auf die letzten Schritte des Baus zu werfen.
Über 200 Kindern ist nun eine grundlegende Schulbildung gesichert. Im Sommer 2017 wird der erste Jahrgang die achte Klasse absolvieren.

März 2015 / Wassertanks / 500 €
Die Wasserversorgung des „Fr. Michael Witte Education Center“ erfolgt allein durch das Sammeln von Regenwasser in großen Wassertanks. Etwa neun Monate im Jahr funktioniert diese Methode problemlos, doch während der langen Trockenzeit von Dezember bis Mitte März fällt oft kein Tropfen Regen – die Tanks sind leer. Der naheliegende Fluss mit verschmutztem Wasser ist dann die Notlösung. Bisher kam erschwerend hinzu, dass die Lehrer an ihrem Haus noch keinen eigenen Tank besaßen und das Wasser vom Tank der Brüder täglich mehrere hundert Meter weit in Eimern transportieren mussten.
Um das zu vermeiden und um zukünftig auch in den trockenen Monaten genügend Wasservorrat zu sichern, sammelten wir Anfang des Jahres 2015 Spenden für den Kauf eines weiteren großen Wassertanks (3000 Liter), für mehr Regenrinnen zum Anbringen an den Dächern der Klassenzimmer und des Lehrerhauses und für Wasserrohre zu den Tanks.
Bei meinem letzten Besuch im März 2015 konnten dann Insgesamt 20 Meter Regenrinnen angebracht und alle Tanks so verteilt werden, dass bereits ein Regenschauer alle Tanks von den Dächern aus füllt. Zwei Tanks à 2500 Liter wurden an die Lehrerhäuser verrückt und mit Rohren und Rinnen mit den Dächern verbunden.
Somit ist die Wasserversorgung für die Menschen und Tiere gesichert.
Juni 2013 / Das neue Lehrerhaus / ca. 4500€

In Kenia ist es üblich, dass Lehrer eine Unterkunft von der jeweiligen arbeitgebenden Schule gestellt bekommen. Je nach Rang und Träger einer Schule bieten diese entweder kleine Wellblechzimmer oder komplette Wohnungen für die Lehrer und ihre Familien an.

Das „Father Michael Witte Education Center“ konnte bis Juni 2014 keinerlei Unterkünfte bieten. Demnach mussten hohe Gehälter an Lehrer bezahlt werden, um ihnen eine Miete außerhalb der Schule finanzieren zu können. Der Headteacher beispielsweise verdiente umgerechnet 70 Euro pro Monat, 30 Euro davon schluckte die Miete für das Zimmer, das er für sich, seine Frau und seine zwei Kinder angemietet hatte. In den Monaten August, Dezember und April sind die Schulen geschlossen und das monatliche Gehalt bleibt aus, die Miete muss jedoch gnadenlos weiter bezahlt werden. Bedingungen wie diese sind nicht tragbar, hat man das Ziel, den Schülern motivierte und gut ausgebildete Lehrer zu bieten. Junge Frauen, die kurzfristig Arbeit suchten, kamen und gingen sobald sie eine bessere Anstellung gefunden hatten. Die Lehrkräfte wechselten häufig, die Bildung der Kinder und der Ruf der Schule litten sehr darunter.

Als ich Anfang 2013 beschloss, die Entwicklung der Schule zu unterstützen, war klar: Bevor die Schule mit ihren Klassenzimmern weiter ausgebaut werden kann, müssen gut ausgebildete und motivierte Lehrkräfte langfristig gesichert werden. Das erste Ziel war es also, ein Haus mit vier Zimmern für die Lehrer zu bauen. Auf einen zementierten Grundbau wurde ein Holzgerüst gebaut und darauf Wellblech für die Wände und das Dach befestigt. Was für uns klein erscheint, ist für eine kenianische Familie mehr als ausreichend. In die Mitte des Raumes wird ein Tuch gespannt, um Schlaf- und Wohnbereich abzutrennen, fertig ist die Wohnung. Toiletten und einen Waschraum teilen sich die Lehrer außerhalb des Hauses, gekocht wird im Freien.

Kurz vor meiner Abreise Ende Juni 2013 konnte das Haus fertiggestellt und vom Dorfpfarrer eingeweiht und gesegnet werden. Auch heute leben noch dieselben Lehrer in den Zimmern, die vor zwei Jahren glücklich eingezogen waren. Sie bezahlen keine Miete mehr und wohnen direkt an ihrem Arbeitsplatz, was die Sicherheit der Schule und die Kontrolle über die Kinder stark erhöht. Durch die gesicherten Lehrkräfte ist die schulische Leistung der Kinder stark gestiegen – das „Father Michael Witte Education Center“ befindet sich regional mit einigen Klassen konstant unter den besten fünf Schulen des Landes.